Ursprung, Hintergrund und Tradition
Wie wir alle wissen, bezeichnet der Geburtstag den Jahrestag der Geburt eines Menschen. Der Brauchtum den Geburtstag mit einer Feier und vielen Geschenken zu zelebrieren ist aus der heutigen Zeit kaum noch weg zu denken. Insbesondere der 18te Geburtstag zur Volljährigkeit und alle runden Geburtstage (also 20, 30, 40, …) werden bei uns ausgiebig gefeiert. Dabei ist die heutige Tradition des “Geburtstagfeierns” noch gar nicht so alt wie manch einer vielleicht glaubt. Auch für manch einen wundernswert ist, dass diese Tradition nicht auf das Christentum zurückzuführen ist.
Der geschichtliche Ursprung des Geburtstags geht wohl auf einen ägyptischen Pharao namens Ptolemäus den V. zurück. Dieser lies sich ungefähr 200 Jahre v.Chr. seinen Geburtstag und sogar die Geburtstunde errechnen, um sich ein Horoskop erstellen zu lassen. Auch in anderen Aufzeichnungen lässt sich das Feiern des Geburtstages nachvollziehen. So sind Festlichkeiten zu diesem Anlass aus Griechenland, dem römischen Reich sowie China und Indien bekannt. Damals wurden Feierlichkeiten zum Geburtstag allerdings fast immer von der reichen Bevölkerung ausgerichtet und meist waren nur Männer zugegen. Und noch einen anderen Unterschied gab es. Bei den Feierlichkeiten ging es nicht darum dem Geburtstagskind Geschenke zu reichen und ein Festessen auf zu tischen. Sondern den Göttern wurden Opfergaben wie Wein, Weihrauch und Kuchen dargeboten. Immerhin zeigt das, wo unser heutiger Brauch der Geburtstagsgeschenke seinen Ursprung hat.
Unser Brauch der Geburtstagstorte geht dabei auf die Griechen zurück. Sie opferten der Mondgöttin einen reich verzierten Kuchen in der Hoffnung, dass diese ihnen gut gesinnt ist und deren Wünsche in Erfüllung gehen lässt. Heute gibt es kaum einen Menschen, ob nun abergläubisch oder nicht, der sich beim Kerzen auspusten nicht etwas Schönes wünscht.
Im Christentum wurde ein ganz anderer Tag gefeiert, nämlich der Namenstag. Die Geburtstagsfeier hingegen war ein weltliches und heidnisches Fest. Der Namenstag ist genau genommen der Gedenktag an den Heiligen dessen Namen man trägt. Dieser steht fest im christlichen Kalender. Die meisten einfachen Menschen kannten aber zu dieser Zeit ihren genauen Geburtstag gar nicht, sodass es ihnen ohnehin unmöglich gewesen wäre ihn zu feiern. Die Tradition des Namenstages hielt sich bis tief in das 19 Jahrhundert. Und auch heute noch lehnen einige ethnische Gruppen die Geburtstagsfeier als heidnischen Brauch ab.